Infoleute Basel

30.06.2008

Google Book Search

Gespeichert unter: Fachwelt — blabbler @ 10:19

Der Verbund IDS Basel/Bern hat sich entschlossen, die Google Book Search flächendeckend in seinen Katalog zu integrieren.
Ab dem 30. Juni 2008 werden sämtliche Titel im Katalog, die mit einer ISBN-Nummer ausgestattet sind, mit Google BookSearch verlinkt, sofern ein entsprechendes Informationsangebot vorliegt.
Damit wird es erstmals möglich sein, direkt aus dem Katalog auf Informationen wie Inhaltsverzeichnisse, einzelne gescannte Seiten oder gar auf den Volltext einer Publikation zuzugreifen. Zudem beinhaltet Google BookSearch u.a. auch Links auf ähnliche Bücher oder auf Kaufangebote im Netz.
Der Link auf Google BookSearch findet sich in der jeweils letzten Zeile der Titelvollanzeige und ist – sofern vorhanden – mit dem Originalcover des Buchs versehen.

Erinnert sich noch jemand an den Herrn Jean-Noël Jeanneney’s Visionen? Der Herr Kulturfunktionär (sic!) hat übrigens eine eigene Seite im deutschsprachigen Wiki – ahja, er stammt ja väterlicherseits aus einer für Frankreichs politisches Leben wichtigen Familie – darum. Das muss den Deutschsprechenden ja mal gesagt werden…

Hat aber alles nix geholfen, jedenfalls nicht bei den Welschschweizern, die sonst doch ziemlich frankophil sind. Die Uni Lausanne macht seit Frühjahr 2007 in grösserem Rahmen bei Google Book Search mit.

Ich finds jedenfalls echt kultig ab sofort nach einer Recherche im Web-OPAC auch zu wissen wie denn der Schutzumschlag allenfalls aussehen täte …

25.06.2008

Library War – auf japanisch

Gespeichert unter: Fundstücke — blabbler @ 16:34

LDF Mitglieder

Heute bin ich zufällig auf eine der unzählichen Episoden von Library War bei youtube gstossen.
Sieh mal an – in Japan gibt es also eine Library Defense Force, mit doch recht martialisch aussehenden Mitgliedern. Und ist in Japan Bibliothekarin ein Männerberuf? Oder sehen die nur in den Augen einer Gaijin irgendwie alle gleich aus?

Mangas aus dem Land der roten Sonne kennen wir auch bei uns. Es gibt ja ausgesprochene Fans dieses Genres, zu welchen ich mich allerdings nicht zähle. Ich persönlich finde die Dinger immer ein wenig langatmig. Darum erspar ich mir und Euch auch Links zu youtube – das Infoleute das eh selber finden können …

Aber interessant genug, um der Sache mal ein wenig nachzusurfen (serendipity eben ;-) .
Es gibt eine eher neuere Reihe, die wohl in etwa mit Krieg der Bibliotheken übersetzt würde.
Ja richtig, ich sehe einen Zusammenhang mit dem Krieg der Sterne – beides spielt in der Zukunft, beides geht um Kampf für das hehre Recht des Individuums. Edle, hilfreiche und gute Helden stellen sich einer quasi gesichtslosen Übermacht entgegen, nur wenig unterstützt von der Gemeinschaft, für deren Rechte sie sich einsetzen – wir kennen das Motiv doch – oder?

Solche Ausgangslagen gibts nebenbei auch irgendwie im Sport – ob heute Abend nachbartrösten angesagt sein wird? So ist das eben mit den Sieggewohnten – moralisch fühlt man sich dem Seltenheitswert irgendwie näher…. Der eine Trainer hat ja schon fast wieder einen japanisch klingenden Rufnamen – was mich zum Ausgangspunkt zurückbringt.

Wer auch mehr über die LDF wissen möchte, findet bei Wiki einen recht ausführlichen Artikel dazu – glücklicherweise in englisch, denn mein Japanisch ist leider deutlich noch schlechter als meine übrigen Fremdsprachenkenntnisse.
Und was der Adhoc-Translater von Google bringt, wissen wir ja. Zumindest spätestens seit der Neuerscheinung der Übelsetzungen. Dazu „dann aber auch“ (und weil ich gerade von einem kulinarischen Höhenflug runterkomme) folgende Leseprobe. Und auch das mag ich gern:

Aufgrund der andauernden Kommentarlosigkeit da draussen denke ich – DAS passt traurigerweise auch irgendwie für diese Plattform…

10.06.2008

immer wieder mal: Library 2.0

Gespeichert unter: Fachwelt — blabbler @ 13:50

Frau hat ja eigentlich keine Zeit fürs surfen – aber Nebeneffekte während der Mittagspause effizient nutzen, das geht ja fix ;-)

Die ganze Web bzw. Library 2.0-Diskussion mag mittlerweile etwas öd scheinen. Über den Zaun schauen ist trotzdem nicht uninteressant:

Ich habe mit leisem Vergnügen festgestellt, dass zu dem Thema am MAS in ZH auch nicht viel anders gearbeitet wird, als wir damals an der HTW es taten. Aber die machen das in einem Mediawiki. Und ich persönlich halte Wiki für eine der wirklich guten Sachen im Web – auf DIE Idee hätten unsere Dozenten damals auch kommen können. Dann hätte ich diese verflixte Syntax, mit der ich mich aktuell rumschlage, nämlich schon längst im Griff – insofern bereitet der MAS wohl doch ein mü besser auf die Praxis vor?

Eigentlich wollte ich aber gar nicht so sehr auf diesen (zugegebenermassen moralisch-ethisch zweifelhaften und nicht ganz so sachlichen) Nebeneffekt hinaus.

Ein richtiger Serendipityeffekt meiner Mittagspause ist das Weblog vom Institut für Bibliotheks- und Informationswissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. (Findet Ihr das ‘zu’ übrigens auch so schön?)

Die Berliner bloggen aktuell und gut (also ganz anders als hier ;-) . Der Blog, Artikel und Links sind einen Klick wert. Heute habe ich zum Beispiel gelernt, was „twittern“ ist. Ein Blabbler sollte das ja nun wirklich wissen!
Auch den Literaturhinweis zum Thema taggen vom letzten Freitag fand ich interessant.

Inhaltliche Erschliessung ist ja immer ein komplexes Thema. Benutzer dabei mitmachen zu lassen, ist eine nicht ganz neue Idee. So clever waren die von Google schon lange, content von usern erarbeiten und kontrollieren zu lassen….
„Beschlagworter“, zumindest in Bibliotheken unseren Breitengraden, bekunden in der Regel solchen Entwicklungen gegenüber grössere Skepsis. Eigentlich kein Wunder, angesichts der jahrelangen Sorgfalt und Mühe, der engagierten Diskussionen und der langwierigen und unermüdlich hinterfragten Kontrolle durch ausgewiesene Experten ihres Faches….

Wie auch immer, der ontologische Ansatz (Yess – da ist es wieder, DAS Wort!) lässt jedenfalls Ausbildungsverantwortliche in der ganzen Welt immer wieder auf Projektideen kommen. Wenn dabei so was Nettes wie claimspotter rauskommt, warum auch nicht? Auch wenn dabei vermutlich die Studierenden die ganze Arbeit machen. Das heisst dann Wissenstransfer und zählt (für Dozenten) als Arbeitsleistung.

So. Hab ich in der Mittagspause also auch Wissenstransfer versucht? Mitposten hat jedenfalls einen (in meinem Fall begrüssenswerten) diätunterstützenden Nebeneffekt. Und glücklicherweise nimmt den Blog hier eh niemand nicht so richtig ernst!

09.06.2008

Waisenkinder

Gespeichert unter: Fachwelt — blabbler @ 13:44

Die Bezeichnung „verwaiste Werke“ wird bei Wiki erklärt. Die gibt es wohl vor allem in Archiven und Dokumentationen und wahrscheinlich verstärkt bei AV-Medien. Wie ich darauf komme? Weil die Verfasser der Empfehlungen des Netzwerks Mediatheken für den Umgang mit „verwaisten Werken“ aus Institutionen kommen, die vorwiegend AV-Medien archivieren…

Aber auch in Bibliotheken, wohl v.a. solche mit alten Sammlungsbeständen dürfte es solche Waisenkinder geben, die British Library schätzt bis zu (meiner Meinung nach etwas hohen) 40%.
Jedenfalls haben letzte Woche Vertreter von Bibliotheken, Archiven und Rechteinhabern in Gegenwart von EU-Kommissarin Viviane Reding eine Vereinbarung über den Umgang mit „verwaisten Werken“ (orphan works) unterzeichnet. Damit sei für Bibliotheken und Archive ein rechtsicherer Rahmen für die digitale Erschließung und Online-Bereitstellung ihrer Bestände geschaffen. (Meldung, weiterführende Links und Diskussion zum Thema).

Hübsch finde ich übrigens auch die Empfehlungen unter Punkt 3.1, wie künftige Waisenkinder vermieden werden könnten – unter anderem, Urhebernamen in Autoritätsdatenbanken mit Lebensdaten zu pflegen (was mich doch irgendwie an engagierte Diskussionen erinnert, aber mir fällt nicht mehr ein, was gegen die Pflege von Lebensdaten sprach …)

Weiss jemand, wie in der Schweiz mit Waisenkindern umgegangen wird? Schliessen sich die entsprechenden Institutionen der EU-Vereinbarung an? Oder werden in der Praxis nur Bestände digitalisiert (und öffentlich bereitgestellt), deren Urheber man eindeutig identifiziert hat bzw. der Rechtsanspruch erloschen ist?

P.S.
Guckt mal, diese Frau Reding hat ein ziemlich grosses Team, jede Menge Assistentinnen und sogar einen eigenen Chauffeur (!). Kriegt man wohl Ehrendokters und Medaillen deswegen – oder umgekehrt, den Job wegen der Auszeichnungen?
Oder liegt es an der christlich-sozialen Ausrichtung – oder gar an der blond(iert)en Haarfarbe?
Ansich egal – mit Informationsgesellschaft lässt sich jedenfalls offenbar auch politisch zumindest den Statussymbolen nach Karriere machen. Andererseits ist in der Schweiz mal eine Dame nicht Bundesrätin geworden ist, u.a. weil sie sich die Haare blond färbe. Die Schweiz ist halt irgendwie doch nicht Europa….

05.06.2008

Auch in der NZZ…

Gespeichert unter: Fundstücke — ausleihmaedl @ 22:13

Als Vorbereitung für die Euro sehr empfehlenswert ist der Team-o-mat  der NZZ.

Zum Rumpröbeln, und die Grafik ist lustig. Mein Favorit müsste demnach Tschechien sein.
Und noch ein Link, der man sich für die Euro merken kann: die EM-Bars. Basel ist aber mit nur 15 Bars noch untervertreten. In Zürich haben sich 93 Bars eingetragen!

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